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Schreibratgeber des Monats: Where do you get your ideas?

Diesen Monat und als ersten Beitrag dieser Serie stelle ich euch Fred White’s „Where do you get your ideas? A writer’s guide to transforming notions into narratives“ vor. Das Buch ist auf Englisch geschrieben, allerdings ist die Sprache leicht zu verstehen. Es lohnt sich, manche Schreibratgeber auf Englisch zu lesen, weil es in dieser Sprache viel mehr Publikationen gibt. Einige davon sind absolut lesenswert, wie auch „Where do you get your ideas?“ Die Zugänge zur Inspiration sind vielfältig und dieses Buch greift so viele wie möglich auf, von der Umgebung (kreatives Chaos) bis zu Träumen. Schreiben lernt man in Fred Whites Buch zwar nicht, dafür aber, wie man eine Geschichte plant.

 

Die Essenz dieses Schreibratgebers

„Where do you get your ideas?“ ist kein typischer Schreibratgeber. Es geht nicht um Storyline, Charakterdesign usw. Stattdessen beginnt dieses Buch ganz am Anfang – bei der Ideensuche. Eindrücke, Bilder, Figuren – jedes für sich genommen ist noch keine Geschichte. Aber der Samen, aus dem eine Story wachsen kann. Wie die Brücke zwischen einzelnen Ideen und Elemente und einer fertigen Handlung aussieht, erklärt dieses Buch. Dabei gibt es eine konkrete Anleitung dafür, wie aus einzelnen Impulsen Texte werden.

 

Was dich erwartet – Kapitelübersicht

2 Bereiche

Strategie / Applications (Anwendung)

Kapitel

  1. Where to look for ideas and how to recognize them
  2. Getting ideas out of the blue
  3. Working an idea (6 Stufen)
  4. Building a modern story
  5. Creating a short story from a newspaper report
  6. Centering your memoir on family memorabilia
  7. Structuring your novel around a symbol or event
  8. Seventy-five seminal ideas for your novel

 

Was das Besondere an diesem Schreibratgeber ist

 

1. Schriftsteller-Notizbuch

Schreibratgeber – lesen

Dieses Buch verdeutlicht den Stellenwert eines Notiz-buches für Schreibende. Jedes Kapitel beinhaltet eine Box mit Ideen und Aufgaben für „your writer’s notebook“. Das Notizbuch ist ein Sammelsurium von Eindrücken, Szenen, Sätzen und Beobacht-ungen. Der Autor empfiehlt für die weitere Aufbereitungen der Notizen eine Mappe, in der das rohe Gedankenmaterial in Kategorien eingeteilt wird. Darin lassen sich auch Zeitungsausschnitte, Charakterentwürfe und Fundstücke auf-bewahren. 

2. Der Ansatz bei den Ideen

Endlich ein Schreibratgeber, der bei einem Punkt ansetzt, wo viele Autoren immer wieder Blockaden erleben. Es ist nicht immer leicht, eine Idee in eine Geschichte zu verwandeln. Oft fehlt es an Substanz, an Charakteren oder an Handlung. „Where do you get your ideas from“ holt den Leser genau dort ab und zeigt, wie Ideen sich weiter entwickeln und welche Elemente es braucht, um eine spannende Geschichte zu generieren.

3. Direkte Umsetzung

In jedem Kapitel finden sich konkrete Aufgaben. Befolgt man alle diese Vorschläge, verfügt man am Ende des Buches über ein Ideen-Archiv, ein funktionales Schriftsteller-Notizbuch und über eine konkrete Vorstellung darüber, wie aus einem Ansatz eine vollständige und reiche Geschichte wachsen kann. Natürlich muss man nicht alle Übungen durchführen, um von dem Buch zu profitieren. 

 

 

Das war das Buch des Monats im November. Du hast ein Lieblingsbuch zum Thema Schreiben? Dann schreib mir!

Bis dahin: Viel Spaß beim Lesen!

 

Effi Lind

 

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9 Comments
  1. Svetlana Gombats

    November 27 9:46

    Danke für solch eine nützliche und ausführliche Besprechung des Buches!

    • Effi Lind

      November 27 14:30

      Danke liebe Svetlana 🙂 Ich werde auch eine englische Version hochladen.

  2. Alexander Greiner

    November 27 11:44

    Liebe Effi,
    danke für die Rezension, hört sich nach einem sehr interessanten Buch an. Den Tipp mit dem Notizbuch finde ich super, ich habe auch immer eins dabei, ein ganz kleines, das in jede Jackentasche passt. Da notiere ich mir dann, was ich in öffentlichen Verkehrsmitteln beobachte oder auf einem Platz oder in einem Park, welche Ideen mir beim Spazierengehen oder in Gesprächen kommen oder manchmal auch, wenn ich plötzlich Ideen für die Geschichte habe und unterwegs daran weiterarbeiten möchte.
    Alles Liebe,
    Alexander

    • Effi Lind

      November 27 14:32

      Danke lieber Alexander. Ich liebe mein Notizbuch, ich finde es ist fast ein Muss für Autoren. Mir gefällt auch das Notizbuch-Archiv, das in dem Buch vorgestellt wird. Dort sammelt man alles, um es später in Geschichten zu verwenden.

    • Alexander Greiner

      November 27 16:28

      Oh, kann ich das wie einen Index verstehen? Oder werden die Inhalte der anderen Notizbücher je nach Thema in weitere übertragen?

    • Effi Lind

      Dezember 1 10:48

      Ja, nach Themen geordnet. Sodass alles schnell zu finden ist.

  3. Dennis Kamm

    Dezember 20 15:27

    Nun, das Tema Ideenfinden ist natürlich ein großes! Da es unzählige Geschichten auf unserer schönen Erde gibt, steht man als Autor zwischen Realität und eigener Gedankenwelt. Doch gerade das ist es, was schreiben für mich als SF Autor interessant macht. Es reicht nur ein kleiner Funke aus der scheinbar schnöden Realität und man erkennt, dass im Grunde nichts spannender ist, als das Leben selbst.
    Freunde von mir – und ich selbst -, haben in 30 Jahren wohl mehr durchgemacht, als manch anderer in seinem ganzen Leben. Hier ins Detail zu gehen würde wohl länger dauern, doch was die Ideenfindung an sich angeht, kann aus einem dünnen Gedankenfaden der Realität ein großes Geflecht aus Intuition und Anthroposophie werden. Hier zählt natürlich auch, wie allgemein beim Romane schreiben: nicht entmutigen lassen und mit Mut und Liebe weiterschreiben.
    Wie es schon einmal Stephen King formulierte: Eine schlechte Idee erkennt man daran, dass sie keinen Spass macht.

    • Effi Lind

      Januar 5 21:55

      Das Zitat gefällt mir! Das werde ich mir über den Schreibtisch hängen. Es gibt natürlich unzählige Geschichten, aber nicht immer ist es leicht zu diesem unendlichen „Kontingent“ Zugang zu finden. Es geht wohl eher darum, dass man lernt, sich für die Inspiration zu öffnen und sie dann weiter zu entwickeln. Und wie du sagst: Das Wichtigste ist wohl, sich nicht entmutigen zu lassen.

  4. […] PS: This post also exists in German. […]

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