Die letzten 30 Tage waren ein Schreibmarathon. Camp NaNoWriMo bedeutet: Jeden Tag schreiben, egal was kommt und auf ein fixes Ziel hinarbeiten. Mein Ziel habe ich ohne groß nachzudenken an das übliche NaNoWriMo Ziel angepasst: 50. 000 Wörter in einem Monat. Das war etwas hoch gepokert, aber insgesamt war das Camp NaNoWriMo 2018 für mich ein Erfolg.

Was mir Camp NaNoWriMo 2018 gebracht hat

Vorweg, ich habe es nicht geschafft, 50.000 Wörter zu schreiben. Dazu hätte ich täglich. ca. 1.600 Wörter schrieben müssen und an manchen Tagen konnte ich die Energie dafür nicht aufbringen. Trotzdem finde ich es gut, dass das Ziel so hoch gesteckt ist, denn das motiviert, viel mehr zu geben als sonst.

Camp NaNoWriMo 2018 Statistics

Das ist aus „Der König der Vögel“ geworden

Aber: Ich habe wirklich hart daran gearbeitet und das zeigt sich auch. Ich begann mit einer vagen Idee, die ich euch in einem der letzten Posts vorgestellt habe. Das Projekt habe ich „Der König der Vögel“ getauft. Aus dieser nackten  Idee sind innerhalb von 30 Tagen neben meinem Alltag 12.400 Wörter geworden. Natürlich ärgere ich mich etwas, dass ich mein Ziel nicht erreicht habe. Nur ist mir auch bewusst, dass ich ohne die Motivation durch Camp NaNoWriMo 2018 keine 12.400 Wörter geschrieben hätte.

Weniger denken und mehr schreiben

Das Gute an diesem Schreibmonat ist, dass man lernt, weniger nachzudenken und mehr zu schreiben. Dadurch, dass ich (fast)  jeden Morgen geschrieben habe, bin ich nach und nach in die Geschichte hineingerutscht. Ohne viel zu planen oder mir einen Plot zurechtzulegen. Von NaNoWriMo kann man lernen, dass eine Geschichte nach und nach entsteht. Die Handlung zeichnet sich klarer ab, je mehr man schreibt. Ich liebe die Überraschungen, die ich so erlebe. Denn wenn man alles im Vornherein plant, wirkt es beim Schreiben leicht langweilig oder es zeigt sich, dass es so gar nicht zu den Figuren, Orten etc. passt.

So wird das Schreiben zu einer Entdeckungsreise, die mich süchtig macht. Wer sich die Gewohnheit antrainieren will, jeden Tag zu schreiben, der sollte sich ernsthaft überlegen, beim nächsten Camp NaNoWriMo 2018 im Juli mitzumachen. Ich werde auf jeden Fall wieder dabei sein.

Alles Liebe von

Effi Lind

4 Comments

  1. Ich kenne Leute, die diese Ziele schaffen. Allerdings – und ich will deren Werke nicht schlecht reden – ist es eine Frage nach Genre und Anspruch. Mit SciFi, Fantasy, etc., wo es rein ums Handeln geht, wo die Protagonisten immer was tun, man vom Hundertste ins Tausendste kommt, braucht man auch Kraft und Kreativität, ja. Aber es ist dann halt kein Thomas Mann, kein Haruki Murakami, kein Peter Handke, kein T.C.Boyle, … sondern eher ein Wolfgang Hohlbein oder die Amizaras Chroniken oder Hunger Games & die Divergent-Trilogie. (Und vor allem Letzteres war mMn echt mau.)

    Ja, man bleibt in der Geschichte, wenn man regelmäßig daran arbeitet. Aber das muss sich nicht in der Anzahl der geschriebenen Wörter festmachen lassen.

    Daher: Einmal wollte ich mitmachen, hab’ nach einer Woche festgestellt, dass das nix wird, und bin lieber mit dem Ergebnis gemächlicher(er) Arbeit zufrieden, als dass ich bei einem Schnellschreibbewerb mitmache.

    • Effi Lind Reply

      Das kann ich nachvollziehen. Ich habe mir gedacht: Dann schreibe ich eben schnell einen ersten Entwurf. Aber je schneller ich schreibe, desto länger darf ich dann überarbeiten. 😀 Am besten alles nochmal neu schreiben. Aber immerhin hab ich einen Entwurf zu Papier gebracht …

      Also ich nehme mir lieber vor, regelmäßig zu schreiben, denn Wortziele helfen mir auch nicht wirklich. Danke für deinen Input!

  2. Oh, Effi! »Man lernt, weniger nachzudenken und mehr zu schreiben.« So schön! So, so schön!

    Schreiben ist in der Tat ein wirksamer Weg gegen zu viel Grübelei. Das sagt dir jeder Schreibtrainer.

    Alles Liebe aus Wien,
    Alex

    p.s. Ich werde diese Woche übrigens ein paar Tage in Graz sein, da könnten wir uns doch auf einen Kaffee treffen!?

    • Effi Lind Reply

      Tut mir leid wegen meiner späten Antwort, ich habe mir ein paar Tage Auszeit genommen. Ich würde mich gerne mal auf einen Kaffe treffen. Du bist nicht zufällig noch in Graz?

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