Der Sommer ist für mich traditionell eine Zeit der Faulheit, während der ich mich am liebsten so wenig wie möglich bewege. Das gilt auch für meine Finger auf der Tastatur. Es gibt aber keinen Urlaub vom Schreiben, die Sprache nimmt sich nicht frei und kommt im Oktober wieder gut erholt an den Schreibtisch zurück. Figuren aus Geschichten fliegen nicht in den Süden, um das Leben wieder klarer zu sehen. Deswegen habe ich mir für die Sommermonate etwas Anderes ausgedacht, das den Schreibfluss am Laufen hält.

Weil die meisten Leute Briefe nur mehr aus dem Urlaub schreiben (wenn überhaupt), habe ich mich passend dazu mit einem Autor aus Wien für das Sommer-Projekt Briefe über das Schreiben zusammengetan. Alexander Tschirk schreibt auf seinem Blog literarische Briefe und ich werde auf Vademekum (zurück)schreiben. Seinen Blog, auf dem bereits der erste literarische Brief zu lesen ist, findet ihr hier.

Darum geht es: Briefe über das Schreiben

Dass Autoren sich per Brief mit anderen Autoren austauschen hat Tradition. Schon Goethe und Schiller waren „Brieffreunde“, die sich fast täglich ein paar Zeilen schrieben. Ich finde auch, dass das Medium Brief für Autoren wie geschaffen ist. Einmal nicht E-Mail oder SMS schreiben, sondern mit richtigem Papier in Berührung kommen und die eigenen Worte drauf tropfen lassen. Das hat nicht nur Nostalgie, sondern fühlt sich heutzutage schon sehr kreativ an (fast wie Basteln).

Darüber schreiben wir

Alexander und ich haben uns vorgenommen, über alltägliche und besondere Dinge zu schreiben, die einem Schreibenden durch den Kopf gehen. Von Figuren, über Handlung bis hin zu widerspenstigen Wörtern und der alten Muse, die sich an manchen Orten öfter blicken lässt als an anderen.

Es geht aber nicht nur um den kreativen Austausch. Ich finde die Zusammenarbeit unter Autoren erfrischend, inspirierend und fast schon notwendig. Denn beim Schreiben ist man letztlich (fast) immer alleine. Man erlaubt seiner eigenen Welt, nach außen überzufließen und teilt damit einen Teil von sich mit den Lesern. Aber als Autor bekommt man von den Reaktionen eher weniger mit und hat außerdem mit „Normalos“ oft wenig Gelegenheit, sich über literarische Themen zu unterhalten. Deswegen finde ich es ermutigend, mit anderen Schreibenden zu reden. Alleine (ver)zweifelt es sich schnell. 

Kurz und gut: Alexander und ich werden uns (Blog-)Briefe über das Leben als Schriftsteller und das Schreiben schicken. Damit kann ich auch endlich einen wichtigen Punkt meiner Bucket List für Autoren erfüllen – mich mit anderen Schreibenden zusammenzutun.

Alles Liebe,

Effi Lind

PS: Du schreibst und hast auch Lust darauf, literarische Briefe auszutauschen? Dann schreib mir eine E-Mail oder verlinke mich in deinem Blogpost.

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

2 Comments

  1. Literarische Briefe – ich habe selber schon etliche davon gelesen und bin nie auf den Gedanken gekommen, es selber einmal zu versuchen. Vielen Dank für die Anregung! Ich mache mich gleich auf die Suche nach einem Gegenüber.
    Liebe Grüße
    Nicole

  2. Pingback: Suche nicht nach dem Einhorn (Erster Brief über das Schreiben) - Vademekum

Write A Comment

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Pin It
%d Bloggern gefällt das: